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Carte Blanche

Unsere Veranstaltungsreihe für Inspiration und Diskurs mit ausgewählten Frauen aus Kunst, Kultur und Wissenschaft geht in die dritte Staffel. Von 22. Februar bis 5. Juni laden wir jeweils am Donnerstag (Ausnahme: Mittwoch, 5. Juni) in eines der zemma wirta Gasthäuser in Rankweil. An diesen unterhaltsamen Abenden in der Gaststube, kuratiert von Marina Hämmerle, tun sich neben Einblicken ins Professionelle auch persönliche Erfahrungen auf. Im Dialog und in ihrer Performance teilen die Akteurinnen, was sie aktuell bewegt. Carte Blanche will begeistern und zum tischübergreifenden Gespräch anregen; Kulinarisches und Inhaltliches vereinend, wird der Besuch in der Gaststube zur inspirierenden Erfahrung.


Schreibend gestalten

Daniela Egger – Autorin, Kuratorin

22. Februar 2024, 19 Uhr Wirtshaus Hörnlingen

Für Daniela Egger ist das Schreiben ein unerlässlicher Akt der Reflexion und Mittel zur Weltgestaltung. Im lockeren Ambiente der Hörnlingen Bar wird nachvollziehbar, welche Themen sie zur Tastatur greifen lassen: Würde und Teilhabe im Alter, Bildung, Chancengleichheit und Bewusstsein für die Nuancen des Seins. Was sie dabei antreibt, auf welche Angebote sie reagiert und in welche Formen das mündet, erzählt sie uns in einem ausführlichen Gespräch.

Neben ihrem eigenen Werk widmet sie sich seit bald 20 Jahren der Entwicklung eines Literaturhauses Vorarlberg, zudem ist sie Gründungsmitglied der Literaturzeitschrift miromente und Obfrau des Vereins literaur.ist. In einem früheren Leben reiste sie als Flugbegleiterin für einen arabischen Scheich um die Welt.

Carte Blanche im Wirtshaus Hörnlingen ©Bernd Oswald
Carte Blanche im Wirtshaus Hörnlingen ©Bernd Oswald
Carte Blanche im Wirtshaus Hörnlingen ©Bernd Oswald
Carte Blanche im Wirtshaus Hörnlingen ©Bernd Oswald
Carte Blanche im Wirtshaus Hörnlingen ©Bernd Oswald
Carte Blanche im Wirtshaus Hörnlingen ©Bernd Oswald

Ein gelungener Auftakt im Gewölbe des Wirtshaus Hörnlingen mit Autorin Daniela Egger ©Bernd Oswald


Und täglich grüßt das Murmeltier

Ruth Swoboda – Biologin, Direktorin inatura

14. März 2024, 19 Uhr Gasthaus Schäfle

„Und täglich grüßt das Murmeltier? Gott sei Dank tut es das!“, würde Ruth Swoboda sagen. In einer Zeit multipler, globaler Krisen und ohne gemeinsame Ausrichtung arbeitet die leidenschaftliche Vermittlerin an möglichst vielen Wegen hin zu dem so notwendigen Wertewandel, z. B. durch Wissensvermittlung – denn Natur berührt! Mit Natur spricht man vermutlich die größte Schnittmenge der Gesellschaft an, die es für einen Wandel zu gewinnen und zu aktivieren gilt.

Ruth Swoboda, aufgewachsen im Waldviertel, gelangte über eine Profi-Handballerinnen-Laufbahn zum Bundesheersport und dort fast zu den Olympischen Spielen. Nach erfolgreichem Biologiestudium in Vorarlberg gelandet, beförderten sie ihre Passion und visionäre Gestaltungskraft mit nur 33 Jahren zur Direktorin der inatura.


Macht der Geschichte(n)

Lisa Pilar Eberle – Historikerin, Akademische Rätin

4. April 2024, 19 Uhr Gasthof Mohren

Wir alle erzählen Geschichten – über uns und andere, über nahe und ferne Orte. Warum eigentlich? Was tun wir, wenn wir Geschichten erzählen? Welche Konsequenzen haben die Geschichten, die wir über uns erzählen? Und was hat all das mit historischer Forschung zu tun? Diese Fragen treiben Lisa Pilar Eberle zurzeit um. Sie strebt danach, Benachteiligung und Ausgrenzung in der Geschichte sichtbarer zu machen – ein ganz grundlegender Baustein dafür, „Alte Geschichte für eine neue Welt zu schreiben“.

Lisa Pilar Eberle tauschte ihr Tanzstudium gegen das der Geschichte an der University of Oxford (GB) ein, in Berkeley (USA) erhielt sie ihre Doktorehren. Seit 2016 ist die Bregenzerin Akademische Rätin an der Eberhard Karls Universität Tübingen, hier forscht und lehrt sie zur Geschichte des Mittelmeerraums in der Antike.


… Young Minds on Fire

Gabi Hampson + Valentina Jussel – Wortbegeisterte, W*ORT

25. April 2024, 19 Uhr, Rankweiler Hof

Gabi Hampson erlebt in ihrem Tun, dass Sprache und Kreativität menschliche Superkräfte sind, die man entdecken und entwickeln kann und darf, diese Erfahrung teilt auch Valentina Jussel. Beide glauben an die Kraft von Orten – wie beispielsweise das Lustenauer W*ORT –, an denen junge Menschen ihre Stärken ausleben können, wo sich das kleine Glück im Alltag in Begegnungen zeigt. An dem Abend nehmen sie uns mit ins unkonventionelle außerschulische Mit- und Voneinander- Lernen.

Die Lustenauerin Gabi Hampson fand nach Innsbruck, Strasbourg und England vor zehn Jahren zurück in ihren Heimatort, vom Wirtschaftsstudium in das Social Entrepreneurship. Valentina Jussel lernte sie schon als Kind kennen, ihr W*ORT-Werdegang spricht Bände: Workshopteilnehmerin, -entwicklerin, -leiterin und nun tatkräftiges Vorstandsmitglied.


Wib ischt Ma. Ma ischt Wib.

Evelyn Fink-Mennel – Musikerin, Musikethnologin

16. Mai 2024, 19 Uhr, Sternbräu, Frödischsaal Muntlix

Wer, wenn nicht Evelyn Fink-Mennel, bringt die Gaststube ins Schwingen? Die Musikforscherin liebt es, Junge und Junggebliebene zu stärken und ins Feld der Klänge zu holen. Ebenso sehr schätzt sie das Singen mit Schlaganfallpatient*innen, wenn unerwartet Worte sich formen … Musik als soziale Praxis wird mit ihr zur Selbstermächtigung, holt Frauen vor den Vorhang und schreibt sie ein in die Musikgeschichte. Spielerisch jodelnd, singend, erzählend trifft sie uns mitten ins Herz.

Die umtriebige Bregenzerwälderin Evelyn Fink-Mennel, profund ausgebildete Musikethnologin, forscht, spielt und singt in etlichen Formationen, unterrichtet an Hoch- und Musikschulen, kuratiert Workshop-Schienen bei „Glatt und Verkehrt“ oder dem „Walserherbst“ genauso gerne, wie sie musikalische Perlen hebt.

Carte Blache im Sternbräu Muntlix mit Evelyn Fink-Mennel ©Marktgemeinde Rankweil/Bernd Oswald


Form Follows Love

Anna Heringer – Architektin

5. Juni 2024, 19 Uhr, Braugaststätte Taube

Es gibt wenige, die es ihr gleichtun – Anna Heringer nimmt sich der oft prekären Lebensrealität vieler Menschen in anderen Kulturen an, indem sie mit ihnen und für sie Häuser plant und umsetzt. Dabei entstehen wertvolle Räume der Betätigung, Zusammengehörigkeit und Bildung. Warum Martin Rauch und der weltweit vorzufindende archaische Baustoff Lehm dabei eine zentrale Rolle spielen, ebenso lokale Bautraditionen und Techniken, wird sie anhand einiger Projekte illustrieren.

Anna Heringer (DE), lernte an der Kunstuniversität Linz bei Roland Gnaiger, wie man als Europäerin in anderen Kulturen zeitgenössisch, sozial- und umweltverträglich plant. Heute ist sie eine der international renommiertesten Protagonistinnen des zirkulären Bauens und fördert auf kreative Weise Empowerment von Frauen.

Carte Blanche in der Braugaststätte Taube mit Anna Heringer ©Marktgemeinde Rankweil


Zum Maß in den Dingen

Renate Breuß

Donnerstag, 30. September 2021, 19.00 Uhr, Rankweiler Hof

Renate Breuß interessiert wie die Dinge um uns herum entstehen, welche Geschichte sie erzählen. Der Fokus liegt auf Maß- und Messpraktiken, wie sie über Jahrhunderte die Welt des Kochens, Denkens und Fühlens bereicherten, hergeleitet vom Menschen und seiner eigenen Wahrnehmung. Im traditionsreichen Rank’ler Hof nimmt die Autorin des neu aufgelegten Buches „Das Maß im Kochen“ ihre Gäste mit auf eine sinnliche Reise durch Küchen, Handwerk und Architektur.

Die Kunsthistorikerin leitete bis 2016 den Werkraum Bregenzerwald, seit 1999 ist sie externe Lehrbeauftragte für Kultur, Design und Wahrnehmung an der Fachhochschule Vorarlberg, am Studiengang Intermedia.

Nehmen Sie an diesem Abend die Dinge selbst in die Hand, es gibt gsottne Hördöpfl mit Butter und Käs, und i dr Mitti s Salz. Unkostenbeitrag für Essen, Most (süß und sauer) und Sturm € 25.—.

Begrenzte Platzanzahl, wir bitten um Anmeldung office@rankweiler-hof.com oder T +43 5522 44113

Zum Maß in den Dingen © Bernd Oswald


Antigone spricht

Vivienne Causemann

Donnerstag, 21. Oktober 2021, 19 Uhr, Wirtshaus Hörnlingen

Ob Antigone oder Leonore aus Tasso – immer stellt sich für Schauspielerinnen die Frage, wie sich Frauenrollen der Klassiker heute glaubhaft spielen lassen. Von der griechischen Tragödie bis zu den modernen Stücken findet Vivienne Causemann in der Probenarbeit eine zeitgemäße Identität, um sie auf der Bühne darstellen zu können. Sie nimmt uns mit hinter die Bühne und erlaubt einen Blick auf das Experiment mit dem eigenen Körper und Geist.

Vivienne Causemann wurde 1995 in Süddeutschland geboren. Nach ihrem Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar 2017 war sie als Anna in „Licht“ im Kino zu sehen, seit Herbst 2019 ist sie Ensemblemitglied am Vorarlberger Landestheater.

Klassische Rezepte neu interpretiert begleiten das Thema des Abends im kulinarischen Teil. Unkostenbeitrag € 35 für die Abendveranstaltung inkl. Zwei-Gänge-Menü, Getränke extra.

Begrenzte Platzanzahl, wir bitten um Anmeldung unter frustfrei@hoernlingen.at oder +43 5522 25 458 www.zemmawirta.at / es gelten 3G Regeln

Antigone spricht, Wirtshaus Hörnlingen © Bernd Oswald


On your own

Irma

Donnerstag, 25. November 2021, 19.00 Uhr, Gasthof Schäfle

Für Irma Vogel sind die Klänge von Jazz, Rhythm and Blues, Folk and Rock im väterlichen Soundstudio in Bezau seit jeher Türöffner in die Welt ihrer Emotionen und Vorstellungen. Ihre Eigenkompositionen und Covers von U2, Ryan Adams, Billie Eilish, Queen, u.a. erzählen davon mit Verve und betörender Zartheit. Im Schäfle wird aus der ehemaligen Juke Box eine Livebühne für die Newcomerin.

Irma nimmt ihre erste Geige mit 4 zur Hand, mit 8 tauschte sie diese gegen eine Gitarre. Heute, mit 16, spielt sie eigene Songs und covert ihre Idole live mit akustischer und elektrischer Gitarre, Ukulele und Fender Rhodes Piano. Rhythmisch begleitet wird sie bei einigen Songs durch Alfred Vogel himself. www.traps.at

Unkostenbeitrag € 25 für die Abendveranstaltung inkl. regionalen Schmankerln und Apéro vorneweg.

Begrenzte Platzanzahl, wir bitten um Anmeldung unter info@schaefle.com oder +43 5522 44548 www.zemmawirta.at / es gelten 3G Regeln

www.traps.at


Heiter bis wolkig, mit Aussicht auf Erfolg

Anna Neuschmid

30. Jänner 2020, 19.30 Uhr, Gasthof Mohren

„Ma kummt zu dem, über was ma schimpft“, sagt Anna Neuschmid und betritt die familiären Fußstapfen mit eigenen Ideen. Ein unterhaltsamer Abend rund um Selbstständigkeit, Familie und Bühnenleben lässt die Gäste im komikeraffinen Mohren einen ausgiebigen Blick hinter die Kulissen eines leidenschaftlichen Kabarettistinnenlebens werfen.

Anna ist Absolventin der Tourismusschulen Bludenz. Seit drei Jahren und nach vier Semestern an der Fachhochschule für Sozialarbeit, steht die Tochter der bekannten Kabarettistin Maria Neuschmid mit eigenem Programm auf der Bühne,neuerdings gemeinsam mit Kabarett-Kollege Manfred Kräutler.

Begrenzte Platzanzahl, wir bitten um Anmeldung office@mohren.at oder +43 5522 44275

www.bühnenluft.at

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Foto © Dietmar Mathis


Worte sind Fenster

Ingrid Flaig

27. Februar 2020, 19.30 Uhr, Gasthaus Fröscha

„Worte sind Fenster oder sie sind Mauern“, sagte Marshall B. Rosenberg und schaffte es zeitlebens, zwischen Straßenbanden und verfeindeten Stämmen sehr erfolgreich Frieden zu stiften. Worte, und was damit zum Ausdruck gebracht wird, sind Ingrid Flaigs zentrales Thema. Anhand eines Kurztextes von Peter Handke lädt sie im stammtischgeprägten Fröscha zum Kommunikationsexperiment ein.

Die Psychotherapeutin, Dolmetscherin und Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation lebt und arbeitet in Dornbirn.

An diesem kommunikativen Abend verwöhnt Sie Spitzenköchin Tamara Vent, der Neuzugang im Hohen Freschen. Ihr 3-Gänge-Menü ist speziell auf den Anlass abgestimmt und öffnet im übertragenen Sinn das Fenster zur Küche. Da die Platzanzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung unter hotel@freschen oder +43 5522 44237. Gasthof Fröscha, Kreuzlingerstraße 2, 6830 Rankweil – Apero, Event und Menü € 44

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Foto © Dietmar Mathis


Strick mich

Christine Lederer

30.Oktober 2019, 19.30 Uhr, Wirtshaus Hörnlingen

Christine Lederer wird den Abend mit erotischen Zeichnungen gestalten und gemeinsam mit den Gästen über die Verbindung von Begegnung, Selbstentwicklung, Müßiggang und der Kunst sinnieren. Machen wir das, was uns Freude bereitet und wenn ja, wie? Ein sinnlich humoriger Rundumschlag, gespickt mit kulinarischen Feinheiten des Teams um Dominic Mayer.

Zahlreiche Einzelausstellungen zeigen ihre eigenständige Auseinandersetzung mit Feminismus, Sexualität, Politik und Gesellschaft. Das Werk „Am liebsten trage ich ein Bügelbrett“ bescherte ihr den 10. Kunstpreis der Hypo Vorarlberg, den sie im September 2019 entgegennehmen durfte.

www.christinelederer.at

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Fotos © Dietmar Mathis · Carte Blanche – Strick mich · Christine Lederer · 30. Oktober 2019, 19.30 Uhr, Wirtshaus Hörnlingen


Trasformare von Befreiung und Toleranz

Stefania Pitscheider Soraperra

28. November 2019, 19.30 Uhr, Sternbräu

War Rosa immer eine Mädchenfarbe? Im kultigen Sternbräu geht Stefania Pitscheider Soraperra gemeinsam mit den Teilnehmenden den wesentlichen Fragen der Geschlechterstereotype nach: Braucht es Quoten? Wie können wir das volle Potenzial nutzen? Welche Konzepte wirken? Kann Kulturarbeit zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen?

In der Künstlerinnengruppe WochenKlausur setzte sie Interventionen im soziopolitischen Kontext um, arbeitete dann in bedeutenden Kunstinstitutionen in Wien, Sankt Pölten und Wiltz, Luxemburg. Seit 2009 leitet die Kunsthistorikerin, Kuratorin und Kulturmanagerin das Frauenmuseum Hittisau.

https://www.frauenmuseum.at

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Carte Blanche – Trasformare · Stefania Pitscheider Soraperra · 28. November 2019, 19.30 Uhr, Sternbräu